Meditation

Umtausch ausgeschlossen ?

Jeden Morgen der gleiche Blick in den Spiegel: Die Haare zu fettig, die Nase zu lang, die Figur zu pummelig und etwas zu klein geraten; kurzsichtig ist man obendrein, schlechte Nerven hat man sowieso, und der Kreislauf kommt auch nicht so richtig in Schwung.

Wer ist schon mit sich zufrieden? Wer hätte nicht den einen oder anderen Verbesserungsvorschlag für seine Person? Der Blick in den Spiegel und der Tritt auf die Waage bringen es ans Licht: So manches könnte durchaus besser sein.

Aber da muss man durch; Umtausch ist ausgeschlossen. Das neue Make-up und die modische Kleidung bringen‘s  auch nicht so recht. Das Äußere geht vielleicht noch durch – aber es sagt nichts darüber aus, was sich dahinter verbirgt. Was treibt uns um? Der Lebenshunger? Die Angst vor dem Morgen? Der Leistungsdruck? Die Konsumsucht? Die Eitelkeit? Der Zeitgeist? Der Terminkalender? Der Freundeskreis? – Treibt uns überhaupt etwas oder jemand?

Gott erneuert Menschen. Nicht von außen, aber von innen. Und das ist viel wichtiger. Egoisten, Besserwisser, Hitzköpfe, Lügner, Chaoten – jede und jeden kann er umkrempeln. Ihm ist nichts Menschliches fremd. Er war in Jesus Christus hier, mitten drin im Leben, ganz tief drin in den Schattenseiten unserer Existenz. Was das für uns Menschen bedeutet,  darüber denken wir in der Kirche gerade jetzt in der Passionszeit in besonderer Weise nach.

Unser Gott war hier bei uns und hat etwas ganz Neues in Gang gesetzt. Und das heißt: Jeder kann die Kurve kriegen in eine neue Richtung. Mit seiner Hilfe.

Nur schöne Worte, fromme Sprüche? Gott redet immer wieder zu uns – durch Erlebnisse, durch die Bibel, durch unser Gewissen, durch andere. Wir ahnen es, hören es manchmal sogar. Sagen „Ja, ja, eigentlich müsste man …“. Und dabei bleibt’s. Oft jedenfalls. Oder meistens? Oder immer?

Wer ein Kuchenrezept nur hört und nicht ausprobiert, der erfährt nicht, wie der Kuchen schmeckt. Wer Gottes Lebensrezept nur hört und nicht ausprobiert, der erfährt nie, was Leben wirklich sein kann.

Gottes Wort ist immer ein Schöpferwort – es hält, was es verspricht. Garantiert. Und wo auf dieses Wort gehört wird, da werden Menschen neu: „Wer zu Jesus Christus gehört, ist eine »neue Schöpfung«. Was er früher war, ist vorbei – etwas ganz Neues hat begonnen“ (Die Bibel, 2. Korintherbrief 5, 17).

Interessiert? Dann unterhalten Sie sich doch mal mit einem Christen oder einer Christin Ihrer Wahl. Und zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Bibel und fragen Sie Ihre Pfarrerin oder Ihren Pfarrer.

Ihr Pfarrer Rainer Harmßen