Meditation

Jesus Christus sagt:

„Ich bin der Weg und die Wahrheit, die zum Leben führt.
Niemand kommt zu Gott ausser durch mich.”

Johannes 14, 6

An Jesus Christus glauben ist altmodisch. Ihm vertrauen, ist naiv und überholt. Sagt man. Aber leblose Sterne befra­gen ist zeitgemäss. Tische rücken ist modern. Arme Menschheit! Haben wir die Ära der Aufklärung wirklich schon hinter uns?

Sich in sich selbst zu versenken ist in. Sekten. Fernöstliche Philosophien. Neumodische Religionen. Wer soll da noch durch­blicken? Sie wollen unsere Zeit. Unser Innerstes. Oft genug auch unser Geld. Sie wollen unsere Gedanken beein­flussen. Unsere Gefühle für sich be­an­spru­chen. Manches klingt verrückt. Manches einleuchtend. Wenn erst viele mit­ma­chen, wird's wie ein Rausch.

Jesus Christus ist anders. Er will, dass wir einen klaren Kopf behalten. Mit bei­den Beinen auf der Erde stehen. Nicht mit dem Kopf in den Wolken. Nicht mit den Gedanken Luftschlösser bauen. Er will, dass wir auf seiner Seite bleiben. Dass wir mit ihm durch dick und dünn gehen. Dass wir von Menschen gemachte Re­ligionen und Phantastereien links liegen lassen. Dass wir bei der Stange blei­ben. Nicht untergehen im Sumpf von Religiosität und Weltanschauungen.

Jesus Christus ist anders. Wer ihn anruft, hebt nicht ab. Läuft nicht mit ro­sa­ro­ter Bril­le herum. Er lässt uns die Wirk­lich­keit sehen, wie sie ist. Lässt uns im Le­sen der Bibel ein Licht aufgehen. Über den lebendigen Gott. Über uns selbst. Da­mit wir nicht hin- und her schwanken wie das berühmte Fähnlein im Wind. Da­mit wir den festen Boden nicht unter den Füssen verlieren.

Jesus Christus ist anders. Er ist der Herr der Welt. Der Gegenwart, Ver­gan­gen­heit und Zukunft. Der Toten und der Lebendigen. An ihm vorbei geht's nur auf krum­men Wegen. Manch einer kriegt die Kurve nicht mehr. Findet den Rück­weg nicht mehr. Wer durch Jesus Christus Frieden mit dem lebendigen Gott hat, der hat es nicht nötig, die Zukunft in die Gegenwart zu holen. Der weiss, dass sein Gestern, sein Heute und sein Morgen bei Gott gut aufgehoben ist.

Und weil dies alles Jesus Christus so wichtig ist, packt er selber zu und hält uns fest. Durchhängeperioden kennt wohl jeder. Zweifel, ob nicht doch alles nur Ein­bildung ist. Innerlich zerrissen zu sein. Nicht mehr wissen, was Sache ist. Doch wir fallen nicht ins Bodenlose. Jesus Christus steht unten und hält die Hän­de auf. Sein Friede bringt wieder Ord­nung in Kopf und Herz.

Ihr Pfarrer Rainer Harmßen